Zwei Mittelständler und ein Weltkonzern bündeln ihre Kräfte im Konsortium um das Henne-Ei-Problem von H2-Angebot und -Nachfrage an der Wurzel zu packen

MaierKorduletsch, Paul und Shell bilden das „Next Mobility Accelerator Consortium“ um die Verbreitung von Wasserstoff im LKW-Verkehr zu fördern und verfolgen damit einen ganzheitlichen Ansatz der die gesamte Wertschöpfung abdeckt.

„Next Mobility Accelerator Consortium“ gegründet: Konsortium für Wasserstoff

Mit einem ganzheitlichen Konzept löst das Konsortium das Henne-Ei-Problem von Angebot und Nachfrage beim Wasserstoff. Die Shell Deutschland Oil GmbH übernimmt die Herstellung von grünem Wasserstoff und MaierKorduletsch stellt mit der Tankinfrastruktur und der entsprechenden Logistik die Versorgung und somit das Wasserstoff-Angebot sicher. Gleichzeitig kümmert sich die Paul Unternehmensgruppe um Bau/Umbau, Service und Wartung von FC Nutzfahrzeugen und generiert die Nachfrage.

Gesellschaft, Politik und Wirtschaft sind sich einig: Die COVID-19 Pandemie darf die Energiewende nicht bremsen. Um den Klimawandel zu bekämpfen, muss der begonnene Umbau des globalen Energiesystems weiter vorangetrieben werden – auch in Deutschland.

Dafür bedarf es großer Anstrengungen in allen energieverbrauchenden Sektoren, insbesondere im Verkehrssektor. Doch die Klimaziele werden wir nur erreichen, wenn alle an einem Strang ziehen und wir strategische Allianzen bilden, wie aktuell die Firmen Paul, MaierKorduletsch und Shell. Mit der Bildung des Next Mobility Accelerator Consortiums wollen die beiden Mittelständer gemeinsam mit dem Weltkonzern zunächst eine regionale Wasserstoff-Wertschöpfungskette für 12-24t LKWs aufbauen und diese national skalieren.

Der Druck für Flottenbetreiber ist groß. Angesichts der ambitionierten Klimapläne seitens der Regierung mit steigenden Auflagen spielen alternative Antriebe und Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung im wachsenden Flottengeschäft eine große Rolle.

Hier sieht das Konsortium ebenso wie die OEMs in Wasserstoff eine vielversprechende Lösung, um die lokalen THG- und Lärmemissionen im LKW-Verteilerverkehr zu reduzieren. Während die OEMs sich bei der Produktion von H2-LKWs zunächst auf die schweren Lkw-Klassen (40t) konzentrieren, legt das Konsortium seinen Fokus auf H2-LKWs in der Klasse 12-24t.

Dabei geht es dem Konsortium um die ganzheitliche Betrachtung der Wasserstoff-Wertschöpfungskette mit der Lösung der Henne-Ei Blockade, indem gleichzeitig für das Angebot von Wasserstoff und die Nachfrage durch H2-LKWs gesorgt wird. Avisiert wird eine komplette Infrastruktur für grünen Wasserstoff mit Elektrolyse, Logistik und Betankungsmöglichkeiten für die H2-LKWs. Die Nachfrage soll durch die Serienproduktion von H2-LKWs durch die Paul Unternehmensgruppe geschaffen werden, welche zugleich den Service und die Fahrzeugwartung übernimmt. Hierzu werden die Fahrgestelle namhafter OEMs genommen und mit einem Wasserstoff-Antriebsstrang versehen.

Noch bis 2023 will das Konsortium so erste H2-LKWs für den inner- und außerstädtischen Verteilerverkehr auf die Straße bringen und mit Wasserstoff versorgen. Die angesprochene Klasse deckt immerhin ca. 30% der LKWs in Deutschland ab und ist daher entscheidend für eine erfolgreiche Dekarbonisierung.

Das Konsortium begrüßt die Bemühungen der Politik und die in Aussicht gestellten Unterstützungen für zukunftsweisende und nachhaltige Vorhaben. Nur mit den entsprechenden Rahmenbedingungen und staatlichen Förderungen sind solch große Investitionen in den Klimaschutz möglich und sinnvoll, ist sich das Konsortium einig.